Sportfischereilehrgang in SH – Wird er noch ernst genommen ?

Wird der Lehrgang zur Sportfischereiprüfung in Schleswig-Holstein noch ernst genommen?

 

Diese Frage habe ich mir in den letzten zwei Jahren schon gestellt. Ich habe viel mit Menschen zu tun die einen Fischereischeinlehrgang besuchen und auch die Prüfung durchführen und bestehen. Doch was mir immer mehr auffällt, das viele dieser Lehrgangsteilnehmer keinen Schimmer vom angeln haben und mit dem was sie am Wasser machen.

Leider ist es ja auch möglich das man in Schleswig-Holstein ohne jegliche Erfahrung im Umgang mit der Kreatur Fisch, sich eine sogenannte Ausnahmegenehmigung beschaffen kann. Damit können Menschen, die von tuten und blasen keine Ahnung vom angeln haben sich ans Wasser setzen und versuchen Fische zu fangen. Da sind Leute dabei, die wissen nicht einmal auf was sie eigentlich fischen. Und wie verhalten sich diese Leute mit den Gesetzen wenn sie nicht einmal einen Karpfen von einem Hecht unterscheiden können? Ob die Jäger das auch so machen können 😉  ? Einfach mal eine Ausnahmegenehmigung zum rumballern, das wäre doch mal was.  Ne, mal ehrlich . Ein gewisses Grundwissen sollte doch jeder besitzen der sich mit dem Angelsport auseinandersetzen will. Und hier kommt das kleine Problem. Selbst Leute die vom Lehrgang der Sportfischereiprüfung kommen und auch ihre Prüfung bestanden haben wissen doch eigentlich nichts von der Praxis. Wie auch, die meisten Lehrgangsleiter haben ja selber keine Ahnung. Was also sollen die angehenden Angler lernen? Viele von denen können kaum eine simple Posenmontage selber basteln oder wissen nicht, das bei einem Buttpatanoster auch noch Würmer ran gehören. Ich will nur damit sagen, bevor einer mit dem angeln anfangen möchte sollte er sich ausreichend Informieren, gerade im heutigen Zeitalter, wo man im Internet genug Möglichkeiten hat . Zudem sollte jeder der ein Angler werden möchte klein anfangen und nicht gleich fünf verschiedene Angelmethoden auf einmal ausprobieren, das wird nichts!

Meiner Meinung nach sollten die Lehrgänge wieder etwas ernster genommen werden, so das die Teilnehmer auch wirklich was lernen. Ausserdem sollten die Ausnahmegenehmigungen wieder abgeschafft werden, sie werden von den meisten Vereinen zur Ausgabe von Gastkarten sowieso nicht akzeptiert. Und es ist selbstverständlich das sich jeder auch mit Mindestmaße, Schonzeiten der Fische und Schutzzonen beschäftigen sollte. Diese gibt es nämlich reichlich und sind gesetzlich vorgeschrieben. Und was jeder wissen sollte: Es ist in Deutschland und auch in Dänemark verboten fischen zu fangen und diese zu verkaufen!

Angeln ist ein Sport und kein Hobby und man sollte wissen was man macht ! Es heißt ja auch Sportfischereiprüfung und nicht Hobbyfischereiprüfung!

Ein Gedanke zu „Sportfischereilehrgang in SH – Wird er noch ernst genommen ?“

  1. Da hat Jemand mal so Richtig Rabatz gemacht und das mit Recht.

    An Angelseen in S-H ist es zum Glück so, das man angewiesen wird sämtliche Drillinge zu entschärfen, und ohne Kescher darf sich kein Angler an den Gewässern aufhalten, bzw. das Angeln durch führen.

    Na ja ich verkaufe schon mal ab und zu einen Hecht an Rentnerinnen.

    Angelzubehör kostet ja auch nicht wenig und als Führentner muss ich auch den Euro dreimal umdrehen, bevor ich was kaufe.

    Man kann nicht immer wie ein Krösus auftreten.

    Gibt ja Angler die gar keinen Fisch essen, deren Fang landet aber zum Glück nicht in der Mülltonne, sondern wird Nachbarn und Freunden offeriert.

    Ich für meinen Teil bin Fischesser, auch die zum Teil recht stark mit Gräten behafteten Weissfische: Rotaugen, Rotfedern USW.

    Aber da gibt es einen Trick, entweder man fängt Jungfische und nach dem Schuppen und ausnehmen diese dann in Mehl oder Paniermehl wälzen und in der Pfanne kurz anbraten.

    Hab das in einem Film über Ficherfeste zum Main und Rhein gesehen.

    Da dort die Auswahl von preiswerten Fischen seit dem Ausrotten unserer Wandersalmoniden, in diesen Gewässe vor 100 Jahren, nicht so gegeben ist.

    Und Seefisch zunehmend Teurer wird.

    Rotaugen große Quer zum Rücken eingeschnitten zerstört die vorhandenen Gräten und der Genuss dieses edlen Weisfischenwird so zum Genuss.

    Nach dem Kriegsende haben sich die Menschen um Weissfische gerissen.

    Brassen ab 2 Pfund waren gängiger Marktfisch.

    Einige Marktbeschicker auf Wochenmärkten haben immer noch Ihre Stammkundschaft für diese Süsswasser-Produkte.

    Fritz Raddatz

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